Kodex Online-Kommunikation

Als SPD-Mitglieder sind viele von uns online und offline aktiv und beteiligen sich rege an den politischen und gesellschaftlichen Debatten, die öffentlich geführt werden. Eine lebhafte und bisweilen emotionale Diskussionskultur ist Teil unserer sozialdemokratischen Identität und zeichnet uns als Partei aus. Dennoch müssen wir im Umgang miteinander bestimmte Regeln einhalten, die wir in unserem Kodex zusammengefasst haben.

 

Daher bitten wir Euch eindringlich, die folgenden Regeln zum gegenseitigen Miteinander zu beachten:

 

1) Jede/r Genossin hat ein Recht auf ihre/seine eigene Reinung. Respektiert das!

Politische Parteien leben davon, dass sie von ihren Mitgliedern mit unterschiedlichen Perspektiven und Ansichten gespeist werden. Nur durch diese Meinungsvielfalt können sie die Gesellschaft in ihren vielen Facetten wahrnehmen und ihre Politik da nach ausrichten. Natürlich kann es hierbei passieren, dass einige Ansichten mit anderen in Konflikt geraten. Diskutiert darüber, aber gesteht jedem immer das Recht zu, Überzeugungen zu pflegen, die von Euren eigenen abweichen.

 

2) Bemüht euch um eine verständliche Ausdrucksweise und um eine sachliche Diskussion

Ihr beteiligt Euch an Online-Debatten, da ihr politische Inhalte diskutieren und Eure Ansichten mit anderen teilen möchtet. Versucht deshalb, Missverständnisse von vornherein zu umgehen und seid bemüht, Euch so klar wie möglich auszudrücken, damit andere Euch verstehen und sachgerecht auf Eure Aussagen eingehen können.

 

3) Vermeidet Schimpfwörter und Beleidigungen

Vulgäre Sprache ist unsachlich und verletzt andere Menschen. Der Mindeststandard unserer Kommunikation miteinander entspricht den höflichen Umgangsformen.

 

4) Greift niemanden persönlich an

Wenn wir uns als SPD-Mitglieder in eine Diskussion einbringen, sprechen wir über politische Themen. Beiträge sollten daher zu jeder Zeit auf der politischen Ebene bleiben. Verbale Attacken und Konterargumente, die Privatpersonen betreffen, sind jederzeit zu unterlassen.

 

5) Seid vorsichtig mit der Verwendung ironischer und sarkastischer Sprache

Schriftliche Sprache kann nur schwer einen subtilen Tonfall vermitteln. Solltet Ihr ironische oder sarkastische Kommentare abgeben, können Leser dies nur schwer herausfiltern und werden Euch wahrscheinlich missverstehen. Achtet darauf, dass Ihr eine in der Schriftsprache verständliche Ausdrucksweise verwendet.

 

6) Geht aufmerksam mit der GROßSCHREIBUNG von Wörtern um

Wenn Wörter ausschließlich in GROßGESCHRIEBEN werden, weckt dies bei vielen Lesern die Assoziation, sie würden vom Verfasser angeschrien werden. Oft verursacht dies eine feindselige Atmosphäre und kann zu Streit und Unsachlichkeit beitragen. Haltet Euch deswegen vorwiegend an die konventionelle Groß- und Kleinschreibung.

 

7) Rassistische, sexistische und jegliche diskriminierenden Kommentare haben bei uns keinen Platz

Abfällige und aggressive Beiträge zu Lasten von Menschen mit bestimmter Ethnie, Hautfarbe, sexueller Orientierung, etc. werden absolut abgelehnt. Sie ziehen schwer wiegende Konsequenzen nach sich und werden zur polizeilichen Anzeige gebracht.

 

8) Maßnahmen bei Verstößen

Verstöße auf parteieigenen Medien führen zur umgehenden Löschung der Beiträge. Je nach Schwere können Verstöße auch zum Parteiausschluss führen! Mögliche Parteiausschlussverfahren behält sich der SPD-Bezirk Braunschweig im Einzelfall vor.

 

9) Die hier aufgeführten Regeln gelten für alle Mitglieder des SPD-Bezirks Braunschweig

Sie betreffen jegliche Medien der Online-Kommunikation (u.A. Facebook, Twitter, Instagram, Youtube) und berücksichtigen auch Diskussionen, die nicht auf den Parteikanälen, sondern auf anderen öffentlichen Auftritten stattfinden.

 

Beschlossen auf der Bezirksvorstandssitzung des SPD-Bezirks Braunschweig am 22.11.2019.

 

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