Standort in Asse-Nähe ist kein Selbstläufer“ – SPD-Bezirk Braunschweig positioniert sich zu möglichem Zwischenlager bei Remlingen und fordert wissenschaftliche Überprüfung

Der SPD-Bezirk Braunschweig hat die mögliche Einrichtung eines Asse-Zwischenlagers bei Remlingen an klare Bedingungen gekoppelt und wirbt zudem um eine ergebnisoffene Standortüberprüfung. In einem Beschluss des Bezirksvorstandes am Freitag, 9. Oktober fordert der Bezirk außerdem eine möglichst transparente Bürgerbeteiligung und eine wissenschaftliche Begleitung des Auswahlprozesses. In beiden Punkten gebe es noch
Nachholbedarf: „Den Anwohnern des Asse-Schachts wurde in der Vergangenheit bereits viel zugemutet, die Geduld der Menschen ist aufgebraucht“, erläutert Christiana Steinbrügge, stv. Vorsitzende des SPD-Bezirks Braunschweig. Entsprechend klar sind aus ihrer Sicht die Anforderungen an ein mögliches Zwischenlager: „Dieses wird in der Bevölkerung nur dann Akzeptanz finden, wenn die Entscheidung transparent und wissenschaftlich begründet
getroffen wird.“

Aus Sicht von Steinbrügge sei die Entscheidung für ein Zwischenlager in unmittelbarer Nähe zum Asse-Schacht auch noch nicht in Stein gemeißelt: „Teil der wissenschaftlichen Analyse muss ein objektiver und ergebnisoffener Vergleich Asse-naher und Asse-ferner Standorte sein. Eine solche Entscheidung ist kein Selbstläufer.“ Auch die Nutzungsdauer müsse im Vorfeld klar festgelegt werden: „Spätestens mit der Festlegung auf ein bundesweites Endlager muss auch die Nutzung dieses Zwischenlager ein Ende finden, ganz gleich wo es errichtet wird. In diesem emotionalen Thema brauchen wir ein Maximum an Verbindlichkeit“, betont Steinbrügge.