Braunschweiger Delegation bei der Gründung einer Landes AFB

Hannover. Ulrich Leidecker wurde zum Stellvertreter des neu gegründeten Landesverbandes der Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen (AfB) gewählt. In einer einstimmig verabschiedeten Richtlinie spricht sich die SPD-Arbeitsgemeinschaft für "Chancengleichheit und Inklusion" als Leitziele aus. Die AfB-Landeskonferenz wählte in Hannover neben den Vorsitzenden zehn weitere Besitzerinnen und Beisitzer. Der SPD Bezirk Braunschweig wird durch Annegret Ihbe vertreten.

Der neue AfB Landesvorstand mit Annegret Ihbe (2. v.r.)
Braunscheiger Delegation
SPD-Landesvorsitzender Garrelt Duin (2. v.l.) mit dem neuen AfB-Landesvorsitzenden Peter Befeldt (l.) und seine Stellvertreter/innen von links Elke Tonnen-Jorg, Ulrich Leidecker und Jutta Liebetruth.

Bildungsinvestitionen gibt es nicht zum Nulltarif

In seiner Rede gab SPD-Landesvorsitzender Garrelt Duin als Ziel der SPD Niedersachsen aus, die Meinungsführerschaft in der Bildungspolitik zu gewinnen.
Der Bundestagsabgeordnete meinte, dass die Bildungspolitik der SPD zunehmend Zustimmung bei Verbänden und auch Unternehmern fände. Die SPD müsse den Mut haben, zu benennen, wie sie ihre bildungspolitischen Ziele finanzieren wolle. Dies werde auch zulasten anderer Politikfelder gehen. "Bildungsinvestitionen gibt es nicht zum Nulltarif," sagte Duin.

Gastredner auf dieser Konferenz unter dem Motto "Bildungspolitik für morgen" war der Lüneburger Professor Matthias von Saldern. Von Saldern forderte Chancengleichheit, Leistungsprinzip und echte Gleichbehandlung in der Gesellschaft. Einige Migrantengruppen und die Jungen seien im Augenblick die "Verlierer" der Bildungspolitik in Deutschland. Das von der neuen Bundesregierung geplante Erziehungsgeld lehnte der Bildungsfachmann ab, weil dann am ehesten Kinder, die sie brauchen, aus Kindertagesstätten abgemeldet werden.

Die moderne Hirnforschung habe bewiesen, sagte von Saldern weiter, das nur angstfreies Lernen Erfolge bringe. Der steigende Zwang zu immer mehr Nachhilfe sei eine schleichende Privatisierung unseres Schulsystems. Von Saldern erhofft sich, dass wieder mehr Abiturienten in Deutschland studieren. Den sogenannten "Bolognaprozess" für die deutschen Hochschulen lehnt der Lüneburger Professor ab, weil er zur Entdemokratisierung der Hochschulsteuerung und der Studierenden führe.