Eine Lichterkette als Protest gegen den Umgang mit Atommüll

Die Menschen in unserer Region Braunschweig sind besorgt über den Umgang mit Atommüll. Rund um unsere Region zieht sich ein Gürtel von Atommülllagerstätten: Asse, Gorleben, Morsleben und künftig Schacht Konrad.

Teilnehmer aus Politik und Gesellschaft:
Mitorganisatorin Heike Wiegel, BMU-Staatssekretär Michael Müller,
MdL`s Petra Emmerich-Kopatsch & Marcus Bosse
Bericht Benjamin Wochnik, z.Zt. Praktikant beim SPD-Bezirk BraunschweigAufgrund der jahrzehntelangen Informationsverschleierung und der jetzt offenbarten Komplikationen in der Atommülllagerstätte im Salzbergwerk Asse II wurde am Donnerstag, den 26.02.09 ein Massenprotest organisiert. Anlass der leuchtenden Protestaktion sind die Ungewissheiten über den Zustand der mehr als 120.000 Fässer mit radioaktiv belasteten Stoffen im ehemaligen Bergwerk Asse II.
Rund 15.000 Menschen versam-melten sich zu einer 52km langen Lichterkette von Braunschweig über Asse II bei Remlingen bis zum künftigen Atommüllendlager Schacht Konrad in Salzgitter-Bleckenstedt. Neben Bürgerinitiativen wie der AG Schacht Konrad e.V., Gewerkschaften, Vereinen und besorgten Bürgerinnen und Bürger zeigte auch die SPD des Bezirks Braunschweig Präsenz.
Bis zu 800 SPD-Mitglieder aus Braunschweig, Peine, Wolfenbüttel, Salzgitter und Goslar unterstützen mit ihrer Teilnahme die Lichterkette. Damit unterstrichen sie ihre Forderung nach dem Einhalten des Ausstiegs aus der Atomenergie.
Als an diesem Abend auch die letzten Fackeln entzündet wurden und sich die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer lückenlosen, kilometerlangen Lichterkette zusammenschlossen, fand der Protest seinen Höhepunkt. Dieser leuchtende Zusammenschluss war beeindruckend und nicht zu übersehen. Das flammende Warnzeichen brannte sich nachhaltig in das Bewusstsein unserer gesamten Region ein.
Die Demonstranten setzten am 26.02.09 um 19 Uhr mit der Lichterkette ein Zeichen und versuchten „Licht in die dunklen Vorgänge“ der hiesigen Atommülllagerung zu bringen. Das sichtbare Zeichen soll im Superwahljahr 2009 noch einmal den Druck auf die politisch Verantwortlichen erhöhen. Dennoch steht auch nach der spektakulären Aktion weiterhin die Frage nach einem sicheren Atomendlager im Raum.